"Sabor Flamenco" -  Eine spanische Nacht (02. Okt. 2008)
Temperamentvoller Flamenco sorgt für Feuer 
Die "Escuela" von Mari Angeles Alvares bei den Kulturtagen - Lust auf Andalusien geweckt

HERZOGENAURACH - "Sabor Flamenco" - eine Kostprobe des Flamenco - gab es am Donnerstagabend bei den Herzogenauracher Kulturtagen zu erleben. Spanische Klänge und temperamentvolle Tänze heizten die Stimmung im Zelt schnell auf, auch wenn so mancher Zuschauer unter frostigen Füßen zu leiden hatte.

Mari Angeles Alvares, die Leiterin der Tanzgruppe "Escuela de Flamenco & Danza Espanola", hatte das abendliche Programm organisiert und dabei eine bunte Mischung aus der Welt des Flamenco zusammengestellt.

Unterstützt wurde sie dabei nicht nur von ihrer Flamencogruppe, sondern auch von ihrer kleinen Tochter Alba, die schon jetzt fleißig übt, um später in die Fußstapfen ihrer Mutter treten zu können.

Die Tänzerinnen führten Tänze verschiedener Stilrichtungen vor und kleideten sich jedes Mal um.

So gab es traditionelle Tänze aus Andalusien zu bestaunen, aber auch modernen Flamenco sowie Tänze, die Geschichten aus Spanien erzählen. Eine war zum Beispiel die der spanischen Banditen, die immer große Umhänge trugen, um ihre Waffen zu verstecken.

So hüllte sich Maria Angeles bei dieser Darbietung in ein großes weißes Tuch, das sie später um sich wirbelte. Bei anderen Tänzen kamen Kastagnetten, Stühle, Körbe und andere Hilfsmittel zum Einsatz.

Für die musikalische Untermalung war die dreiköpfige Musikgruppe «Alma de fuego», was soviel bedeutet wie «Seele aus Feuer», zuständig. Sie brachte dem Publikum die spanischen Latino-Rhythmen näher.

Die drei Brüder aus Frankfurt, die aber gebürtig aus Spanien sind, motivierten die Zuschauer zum Mitklatschen und lockerten die Stimmung mit ihrem spanischen Charme schnell auf.

So verzieh das Publikum auch die anfängliche Unpünktlichkeit der Musiker, weshalb die Veranstaltung mit rund 15 Minuten Verspätung begann.

In Spanien ticken die Uhren nun einmal ein bisschen anders.

Ein größerer Störfaktor war da schon eher die Kälte im Zelt, besonders die Zuschauer mit Randplatz hatten unter eiskalten Füßen und frostigen Händen zu leiden.

Neben dieser kleinen Einschränkung aber war es ein durchweg gelungener kultureller Abend, der wohl bei den meisten Besuchern die Lust auf einen Spanienurlaub weckte und einen kleinen Einblick gab in die wunderbare Welt des Flamenco. 

 

(Nürnberger Nachrichten, 06.10.2008)

Die Veröffentlichung erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.


Die entsprechende Garderobe gehört zwingend zu einer Flamenco- Aufführung: Die Tänzerinnen zeigten überdies verschiedene Stilrichtungen. Foto: Schlederer

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