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Herzogenaurach
- Schlossgartenatmosphäre gab es am Samstagabend auf dem Gelände
der Stadtjugendkapelle. Die Stadtjugendkapelle und der ASV
Niederndorf wurden für die vielen Stunden der Vorbereitungen
belohnt. Der erste Herzogenauracher Sommernachtsball ist, so die
Besucher, zweifelsohne ein neuer gesellschaftlicher Höhepunkt im
kulturellen Leben der Stadt Herzogenaurach und kann zu einer
Erfolgsgeschichte werden.
Die Kulisse konnte
prächtiger kaum sein: Sattes Grün, auf zwei Seiten gesäumt von
alten illuminierten Bäumen, fein gedeckte Tische, über
fünfhundert Gäste in festlichen Abendroben. Nur ein Gewitter, das
glücklicherweise so schnell ging wie es kam, sorgte für eine etwa
halbstündige "Zwangspause".
Planungen haben
sich gelohnt
Eine gut gelaunte
Karin Wittenzellner-Zollhöfer, Vorsitzende des ASV Niederndorf, und
ein zufrieden dreinblickender Bernhard Schwab, Präsident der
Stadtjugendkapelle, empfingen die Gäste am Eingangstor. Die Damen
bekamen von Schwab eine gelbe Rose überreicht,
Wittenzellner-Zollhöfer verteilte an die Ankommenden einen
Aperitif.
Auf dem weitläufigen
Gelände fanden sich schön dekorierte Tische, Getränke- und
Essenstände, eine Bar, zwei Bühnen und zwei Tanzflächen, überall
Lichter und Scheinwerfer. Unter den Gästen natürlich der
Schirmherr, Bürgermeister German Hacker. Mit am
Bürgermeistertisch, sein Vorgänger im Amt, Hans Lang mit Gattin
Helga. Nach der Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden, die ihre
Ansprache, wegen der drohenden Wolken, sehr kurz hielten, ergriff
der Schirmherr und Bürgermeister Hacker das Wort. "Ich freue mich
über die übertragene Schirmherrschaft", so Hacker, "vor neun
Monaten wusste ich noch nicht, dass ich heute hier stehe – und wie
man tanzt auch noch nicht, aber ich machte einen Crash-Kurs und
werde diesen Abend bestimmt überleben."
Hacker durfte dann
zusammen mit seiner Gattin Uta den Abend eröffnen, die "Artie
Benz Band" spielte einen langsamen Walzer, einen "ganz
langsamen" betonte Schwab bei der Bestellung. An der Südseite
des Musikerheimes spielte auf der Terrasse die "Celebrations-Band"
zum Tanz auf, so konnten die Gäste wählen und zwischen den beiden
Tanzflächen flanieren.

Die Tänzer genossen den Abend und tanzten bis spät in die Nacht
hinein.
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Unter den sehr eifrigen Tänzern auch der Bundestagsabgeordnete Jörg Rohde mit Gattin Cordula. Die Organisatoren blickten des öfteren etwas besorgt zum Himmel, im Osten braute sich was zusammen, dazu noch ein Anruf,
"Es regnet in Frauenaurach." "Vielleicht dreht das Gewitter noch ab", so die Hoffnung. Doch der Rand des Schlechtwettergebietes erwischte auch Herzogenaurach. Die Gäste suchten Zuflucht im Musikerheim, unter Bäumen, an und unter den Verkaufsständen, alle blieben da, weil bereits wieder der blaue Himmel sichtbar wurde. Zurück blieben aufgeweichte Tischdekorationen, die von den Helfern entfernt wurden, Tisch- und Bänkewischen war gefragt. Selbst der Schirmherr griff zum Besen, um den Parkettboden vor der großen Bühne vom Wasser zu befreien.

Nach dem Schauer hieß es auch für Bernhard Schwab zugreifen und Bänke und Tische wieder trocken machen.
Gleich war die Tanzfläche wieder bevölkert, die gute Stimmung war wieder da und die beiden Bands legten sich mächtig ins Zeug. Zwischendrin unterhielt
"René Zander die Gäste an den Tischen und während des Regens im Musikerheim mit Zaubertricks. Da die Tanzsportabteilung ihren 25-jährigen Geburtstag feiert, zeigte die Tanzabteilung Formationstänze und Mare Angeles Alvarez zeigte mit ihren Flamenco Tänzerinnen eine feurige Flamenco-Schau.
Wiederholung gewünscht
Zum Abschluss des Abends gab es noch ein grandioses Feuerwerk, zwar nicht unter Sternenhimmel, begeisterte aber trotzdem die Gäste. Dass die Organisatoren die
"richtige Nase" hatten, bewiesen die vielen Autokennzeichen auf dem nahen Parkplatz der Firma Schaeffler, der für diesen Abend geöffnet und zur Verfügung gestellt wurde. Alles in allem ein sehr gelungener Abend, für den sich alle Mühen lohnten, der nach einer Wiederholung verlangt und im gesellschaftlichen Leben in Herzogenaurach einen festen Platz einnehmen sollte.
Richard Sänger
Fotos: Richard Sänger
(Fränkischer Tag, 28.07.2008) Die
Veröffentlichung erfolgte mit freundlicher Genehmigung der
Redaktion. |