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HERZOGENAURACH -
"Da kann man Männer im schwarzen Anzug putzen sehen." Dieser Anblick allein hat die Tischnachbarin mit dem Wetter versöhnt.
Dank des schnellen Einsatzes festlich gewandeter Helfer vom ASV Niederndorf und von der Stadtjugendkapelle, den beiden Veranstaltern, war binnen Minuten nach Ende des Platzregens die Pfützen vom Tanzparkett, die durchgeweichten Dekorationen von den Tischen und das Wasser von den Bänken entfernt.
Pünktlich hatten Ball und Gewitter angefangen. Rund 500 Gästen hatten Karin Wittenzellner-Zollhöfer und Bernhard Schwab, die beiden Vorsitzenden, am Eingang zum Gelände des Musikvereins Prosecco und Rosen verehrt, die Artie-Benz-Band hatte sich mit sieben Mann plus Sängerin ins Zeug gelegt und die Ballbesucher hatten das eigens verlegte Parkett geradezu gestürmt, als Blitz, Donner und heftiger Regen drohten, zehn Monate Vorbereitung zunichte zu machen.
Auch Schirmherr German Hacker hätte sich beinahe vergebens vorbereitet gehabt. Denn, bekannte der Bürgermeister in seiner offenen Art, bislang habe er überhaupt nicht gewusst
"wie man tanzt".
Wolfgang Rühling, sein alter Lehrer, und dessen Frau Renate, immerhin Chefin der Niederndorfer ASV-Tanzabteilung, hatten das mit einem Crashkurs behoben.
"Around the World", ein auf Hackers Wunsch "sehr langsamer Walzer" eröffnete das Fest und Uta und German Hacker machten auf dem Parkett eine gute Figur. |
Dass sie damit im Trend liegen und dass der Ball offensichtlich eine Lücke füllt, bewies die Tatsache, dass sich kaum ein Besucher vom Regen vertreiben ließ. Man nahm Zuflucht im Probensaal der Jugendkapelle, wo der Zauberkünstler René Zander, bezeichnenderweise aus Feucht, die Zwangspause gekonnt überbrückte.
Dann ging es wieder los mit Artie Benz und - auf der anderen Seite des Vereinsheims - mit der dreiköpfigen, instrumental und elektronisch hochgerüsteten
"Celebration Band" - und eher noch besser gelauntem Publikum. Die Leute genossen das ideale Freigelände, die Stimmung unter dem - wieder - besternten Himmel und die sonstigen Annehmlichkeiten von Nägels Party-Imbissen über Eis von Carlos Abend-Filiale bis zum prächtigen Mitternachtsfeuerwerk, gezündet von Marko Hagen aus Weisendorf.
Beifall bekamen die ASV-Tanzformation und die Flamenco-Tänzerinnen aus der Erlanger Schule von Mari Angeles Alvarez. Dank der Sponsoren gab es ein Plus in der Kasse und eine Tombola mit Glücksfee Uta Hacker.
Rainer Groh
Fotos: Erich Malter
(Nürnberger
Nachrichten, 28.07.2008)
Die Veröffentlichung
erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. |