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ERLANGEN (smö) - "Ich
hoffe, Sie haben genügend Bargeld dabei. Und wenn das alle ist, gibt
es noch genügend Geldautomaten in der Stadt. Wenn die leer sind,
kann man immer noch mit Electronic-Cash bezahlen. "Ritsch-Ratsch!"
Bestens gelaunt präsentiert sich Erlangens Oberbürgermeister
Siegfried Balleis bereits zum Start in die erste "SternenNacht".
Denn pünktlich zum Innenstadt-Event unter dem Motto "Einkaufen bis
in die Nacht" samt "Straße der Köstlichkeiten" reißt der Himmel auf,
und es zeichnet sich ab, dass Erlangens Mini-Konjunkturpaket für den
Einzelhandel und die Gastronomie zum Erfolg wird.
Dichtes Gedränge herrscht zwischen Rathausplatz und
Martin-Luther-Platz bereits am frühen Abend. Vor allem an den
Gastro-Ständen drängen sich viele tausend Menschen und testen sich
durch die vielen, vielen Angebote der "Straße der Köstlichkeiten.
Hier gibt es vor allem kleine Häppchen, die zu einer kulinarischen
Reise von Indien über Italien, Vietnam, Mexiko, Frankreich und China
bis Franken kombiniert werden können. Schon seit langer Zeit -
"Bergabtrieb" mal ausgenommen - hat sich das Geschehen in der Stadt
nicht mehr so einseitig nördlich des Schlossplatzes samt der
Nebenstraßen abgespielt. Apropos Schlossplatz: Hier steht eine große
Bühne, auf der sich junge Moderatoren eines Privatradios redlich um
Stimmung bemühen. Doch wesentlich mehr Applaus als die
Mitgröl-Spiele für das Cocktail-Publikum der Strandbar - zu der
natürlich auch echter Sand gehört - ernten die vielen Erlanger
Vereine und Initiativen, die hier Tanz- und Sportvorführungen
zeigen. Später am Abend geht dort die Party mit Live-Musik von "Big
Rock" aber richtig los. Dann flimmern auch Projektionen über die
Fassade des Schlosses. Und in der Hugenottenkirche rockt dazu die
„Blues Brothers Playback-Show" das historische Gemäuer. Auch das
Internationale Figurentheater-Festival ist in der "SternenNacht" auf
den Straßen" vertreten. Zwei in Grüne-Punkt-Abfällen gehüllte
Gestalten irritieren die Flaneure, und vor der Brasserie arbeitet
sich Georg Traber mit seinem Stangenturm atemberaubend dem Himmel
entgegen. Etwas ruhiger ist es am südlichen Ende der Fußgängerzone:
Nürn berger Astronomie-Freunde haben dort ein Teleskop aufgebaut.
Und hier gilt dann wirklich: "Ich seh' den Sternenhimmel..."
(Erlanger Nachrichten, 23.05.09)
Die Veröffentlichung
erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Redaktion. |